Bahnfahrt mit einem Bundespolizisten

Bahnfahrt mit einem Bundespolizisten

Auf dem Rückweg von einer Kurzreise im ICE von Hamburg nach Mannheim hatte ich Ende August 2017 ein sehr interessanten Gespräch mit einem Bundespolizisten auf dem Weg zu seinem Einsatz an der österreichischen Grenze. Diese einmalige Gelegenheit ergab sich, als wir allein in einem geschlossenen 6er-Abteil saßen. Ich sprach ihn an und fragte, ob er vielleicht bereit wäre mir aus erster Hand mal zu schildern, inwieweit die öffentliche Berichterstattung zur Flüchtlingskrise und der damit verbundenen Gewalt und Kriminalität mit seinem tatsächlich erlebten Berufsalltag übereinstimmt.

Seinen Namen, Dienstgrad oder sonstige Erkennungsmerkmale sind mir nicht bekannt. Um Konsequenzen für ihn zu vermeiden würde ich diese natürlich selbst bei Kenntnis hier nicht veröffentllichen. Meine Bitte um ein offenes Gespräch war für ihn scheinbar wie eine Erlösung, und er legte dann auch gleich richtig offen los.

Er bestätigte mir als erstes, dass zu Beginn der Flüchtlingskrise 2015 aus dem ganzen Bundesgebiet massive Kontingente von Polizeikräften und Fahrzeugen an die österreichische Grenze transportiert wurden. Sie sollten die Außengrenzen sichern und unkontrollierte Grenzübertritte verhindern. Ein Anruf aus dem Bundeskanzleramt jedoch verhinderte das, und das unbefriedigende Ergebnis kennen wir heute alle aus unserem Alltag.

Er erzählte dann weiter von der frustrierenden Situtation, dass sehr viele kriminelle Migranten, oft mit Mehrfachidentitäten, trotz diverser Delikte frei in Deutschland herumlaufen können. Kaum sind sie gefasst, werden sie auch schon wieder ohne wirkliche Konsequenzen auf die Bevölkerung losgelassen. Er könne das nicht verstehen und frage sich immer öfters, warum keine konsequente Abschiebung erfolgt und Abschiebehindernisse nicht durch entsprechende Gesetzesänderungen behoben werden. Langsam verlöre er so den Glauben an die Sinnhaftigkeit seiner Arbeit.

Danach schilderte er sehr detailliert und eindrucksvoll die Verhaftung eines Migranten, den er in einem Zug ohne gültigen Fahrausweis aufgegriffen hatte. Man muß vorweg schicken, dass diese Personen noch nicht einmal für ihre Fahrkarte selbst bezahlen müßen. Sie erhalten diese gegen Vorlage Ihrer Reiseunterlagen kostenlos am Bahnschalter. Dieser Migrant war jedoch der Meinung, dass das Schreiben der Gemeinde ausreichend sein würde. Die Bahn bekommt so aber nicht vom Bund die Kosten für den Transport bezahlt, so dass hier der Tatbestand der Leistungserschleichung vorliegt. Das wiederum berechtigt den kontrollierenden Beamten dazu die Person zum Aussteigen zu zwingen. Das ganze endete darin, dass 4! Polizisten diesen renitenten illegalen Migranten aufgrund seines aggressiven Verhaltens zu Boden bringen mußten, und mein Gesprächspartner dabei eine langwierige und schmerzhafte Handverletzung davon trug.

Weiter ging es mit türkisch stämmigen Gastarbeiterkindern der dritten Generation und Araberclans, die sich nach seiner Aussage überdurchschnittlich häufig durch extreme Respektlosigkeit gegenüber der Staatsmacht, hoher Gewaltbereitschaft, einem niedrigen Bildungsniveau und überdurchschnittlicher Kriminalitätsrate auszeichnen würden. Immer wieder gäbe es mit diesen Personengruppen erheblichen Stress. Er sieht ein eindeutiges Staatsversagen darin, das die Problemematik nicht konsequent durch Ausbürgerung und konsequenter Ausweisung eingedämmt wird. Inzwischen sei das Problem kaum noch zu kontrollieren, da sich in vielen Städten Parallelgesellschaften mit entsprechender Getthoisierung gebildet hätten. No-Go-Areas seien inzwischen ein reales und ernsthaftes Problem für Bürger und Polizei.

Ohne diese 2 großen Problemgruppen wäre sein Job wirklich gut und befriedigend. Aber bei dem was im Moment in Deutschland abgeht sei es wirklich fast unerträglich. Er und viele Kollegen fühlen sich einfach nur noch verheizt und schieben tausende von Überstunden vor sich her.

Er erzählte dann auch noch von vielen geschlossenen Polizeistationen, die nur noch bei besonderen Ereignissen besetzt würden. Das zusammen mit der ohnehin dünnen Personaldecke und einem hohen Krankenstand führe dazu, dass der Bürger eigentlich nicht mehr im Notfall davon ausgehen kann, dass schnell Polizeikräfte vor Ort sind. Das staatliche Gewaltmonopol funktioniere nur dann richtig, wenn der Staat in der Lage ist dieses Recht zu jeder Zeit und an jedem Ort in vollem Umfang durchzusetzen. Dies sei aber schon lange nicht mehr der Fall. Das subjektive Gefühl von weniger Sicherheit in der Bevölkerung sei durchaus berechtigt, werde aber nicht so deutlich bestätigt um keine Unruhe aufkommen zu lassen. Das fand ich wirklich erschreckend.

Inzwischen war bereits gut eine halbe Stunde vergangen, und meine schlimmsten Befürchtungen hatten sich umfänglich bestätigt. Wir fuhren in den nächsten Bahnhof ein, und eine korpulente Dame mittleren Alters setzte sich zu uns in das Abteil. Mein Polizist setzte seine Ausführungen aber unbeeindruckt fort und erzählte von weiteren unangenehmen Begegnungen mit illegalen Migranten. Das war der Dame nach ca. 15 Minuten zuhören wohl zu viel. Sie insistierte mit wehleidigem Blick, ob er nicht auch mal etwas positives sagen könnte. Das wäre ja alles so schrecklich und könne ja garnicht sein. Er blickte nur langsam zu ihr rüber, ließ 5 Sekunden vergehen und antwortete dann trocken: „Nein, es gibt da nichts positives, es ist wirklich so schlimm wie ich es berichtet habe!“ Das Gutmenschengesicht der Dame nahm eine graue Färbung an, und der Blick senkte sich auf das eiligst aus der Handtasche hervorgekramte Smartphone. Bis zum nächsten Halt wo sie ausstieg sagte sie dann nichts mehr.

Dann kam auch der Moment wo ich den Zug verlassen mußte. Ich bedankte mich für das sehr informative Gespräch und seinen Einsatz zur Sicherung der deutschen Staatsgrenzen. Auch er bedankte sich dann noch einmal bei mir für die Gelegenheit endlich mal offen über seinen täglich erlebten Wahnsinn sprechen zu können.

https://youtu.be/aXrdM4TbDV0

Bildmontage: politikblog.eu

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